Wohnen in der Einwanderungsgesellschaft: Befunde und Handlungsbedarfe
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Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ist ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe und in den Verfassungen mehrerer Bundesländer als Staatsziel verankert. Das ist Ausdruck des Menschenrechts auf Wohnung und
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Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum ist ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe und in den Verfassungen mehrerer Bundesländer als Staatsziel verankert. Das ist Ausdruck des Menschenrechts auf Wohnung und einen angemessenen Lebensstandard. In Deutschland trifft allerdings eine – auch aufgrund von Zuwanderung – seit Jahren wachsende Nachfrage auf ein stagnierendes Angebot. Das verschärft Verteilungskonflikte, die längst nicht mehr nur Haushalte mit niedrigen Einkommen betreffen. Für viele Menschen mit Migrationshintergrund wirken sich diese Engpässe besonders stark aus, weil sie als Neuzugewanderte neu in den Markt eintreten oder über weniger finanzielle Reserven verfügen. Dies spiegelt sich auch in ihrer Wohnsituation wider: Zugewanderte verfügen im Durchschnitt über weniger Wohnfläche, leben häufiger in überbelegten Wohnungen und tragen eine höhere Wohnkostenbelastung.
Wohnen ist zudem mehr als nur ein Dach über dem Kopf: Die Wohnung als räumlicher Lebensmittelpunkt von Menschen hat zentrale Bedeutung für andere Dimensionen gesellschaftlicher Teilhabe oder Ungleichheit. Darüber hinaus verbindet sich der Wohnort mit Fragen des sozialen Miteinanders, etwa wenn Menschen sich in Nachbarschaften begegnen, sich gegenseitig unterstützen oder wenn Konflikte entstehen. Weil neuzugewanderte Menschen anfangs oft finanziell schlechter gestellt sind, ziehen sie häufiger in günstigere Lagen. Dies hat Konsequenzen für ihre individuelle Teilhabe, beispielsweise für Zugänge zu Bildung oder Arbeit. Ausgeprägte Neuzuwanderung hat allerdings auch Folgen für die Veränderung von Quartieren und Kommunen und ihre Außenwahrnehmung. Das SVR-Jahresgutachten greift Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Migration und Wohnen in ihrer Vielschichtigkeit auf und diskutiert mögliche Handlungsansätze für die Migrations-, die Integrations- und Wohnungspolitik.
Die zentralen Ergebnisse und Empfehlungen des SVR-Jahresgutachtens 2026 mit dem Titel „Raum für Entwicklung: Wohnen und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft“ werden im Rahmen einer digitalen Veranstaltung am 18. Juni 2026 durch den SVR-Vorsitzenden Prof. Dr. Winfried Kluth vorgestellt. Im Anschluss kommentieren zwei Expert/innen aus der Praxis, wie die Entwicklungen zu bewerten sind und wo Handlungsbedarf besteht.
Anmeldung bis zum 12. Juni 2026 unter dem Link www.svr-migration.de/anmeldung-digitale-fk-jahresgutachten-2026/
Programm:
15:00 – 15:20
Vorstellung der Ergebnisse des SVR-Jahresgutachtens
Prof. Dr. Winfried Kluth, Vorsitzender des Sachverständigenrats
15:20 – 15:40
Kommentierung
Ulrich Müller, Geschäftsführer des Katholischen Siedlungsdienst e.V.
Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration
15:40 – 16:00
Diskussion mit dem Publikum
Moderation: Dr. Cornelia Schu, Geschäftsführerin SVR gGmbH
Zeit
18. Juni 2026 15:00 - 16:00(GMT+02:00)